Fallbeispiel: Versicherungen in der Schule
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| Herr Weber ist Lehrer in den Fächern Deutsch und Rechtskunde an einem staatlichen Gymnasium in Leipzig. Letztes Wochenende tüftelte er am Thema der Klassenarbeit der 8c zum zuvor behandelten Thema Versicherungen. Da ihm bekannt ist, dass diese Klasse durch ständiges Abschreiben auffällt, formuliert er gleich zwei unterschiedliche Aufgabenstellungen, so dass das Abschreiben vom Nachbarn sinnlos ist. Thema einst behandelt die Notwendigkeit einer Rechtsschutzversicherung und Thema zwei ob ein Kfz Versicherungsvergleich im Internet objektiv sei. Beim Korrigieren der Arbeit konnte er sich jedoch ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen, als er einige doch recht absurde Gedankengänge seiner Schüler zu lesen bekam. Eine Schülerin bezeichnete die Rechtsschutzversicherung nicht als eine freiwillige Absicherungsmöglichkeit in verschiedenen Rechtssituationen, sondern für sie bedeutet diese Versicherungsart ein Schutz vor dem Gesetz. Mit Hilfe dieser Versicherung sei man ihrer Ansicht nach gegen jegliche Rechtsverbreche abgesichert. Bei Fragestellung Nummer zwei ist Herr Weber davon ausgegangen, dass der Begriff Kfz Versicherung eindeutig in seiner Bedeutung ist. Hatte jedoch nicht mit einem bestimmten Schüler gerechnet. Er interpretierte das Wort Kfz Versicherungsvergleich sehr eigenwillig. Für ihn hatte es die Bedeutung, dass ein Kraftfahrzeug eine finanzielle Absicherung ähnlich einer Bürgschaft sei. Dabei war gefordert zu beurteilen ob der Vergleich der Kfz Versicherungen im Internet als objektiv zu bewerten ist bzw. ob tatsächlich alle Versicherungen, die es für Kraftfahrzeuge gibt, egal ob Motorrad oder Auto miteinander verglichen werden. Etwas erschrocken über die sehr schlechten Schülerarbeiten arrangierte er eine Unterrichtsstunde mit einem Versicherungskaufmann in der Hoffnung, dass dieser seine Schüler in Sachen Versicherungen Grundlagen vermitteln könne. |
| Autor: Sabrina Fries |
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